René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit

René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit

René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit



Henri Bergson meinte einmal, dass unser Intellekt sich hin und wieder auf gefährliche Weise selbst übersteigt und sich dabei vom Leben entfernt. Ich glaube, dass damit eine kritische Bestimmung des Menschen verbunden ist, eine, die ihn fortwährend dazu auffordert, seine Abhängigkeiten und Freiheiten bei seinen Manipulationen und Bezugnahmen auf die Welt, andere Menschen, Lebewesen und auf sich selbst zu verwalten. Vielleicht ist jede philosophische Bewegung heimlich von diesem Imperativ getragen, der den Intellekt davor schützt, seine Arbeit in lebensfeindlichen Machtverhältnissen und Technologien aufgehen zu lassen.



Aktuelles
  • 30.08.2019

    Charlotte von Mahlsdorf im Porträt

    2.9.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Seit 1995 begleitete die Filmemacherin Carmen Bärwaldt Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichem Namen Lothar Berfelde, mit der Kamera. Entstanden ist ein sehr persönliches und sensibles Portrait eines außergewöhnlichen Berliner Originals: SONNTAGSKIND. ERINNERUNGEN AN CHARLOTTE VON MAHLSDORF (2018) schildert einen schweren Lebensweg, der geprägt war von väterlicher Gewalt in der Kindheit, von Demütigung und Ausgrenzung, aber auch von Zuwendung, Freundschaft und hoher Anerkennung der denkmalpflegerischen Leistung. Sie erinnert sich an das queere Leben in der DDR und ihre Arbeit als Sammlerin von Möbeln der Gründerzeit.

    Nach einem Gespräch mit der Regisseurin, zeigen wir im zweiten Teil des Abends Heiner Carows Spielfilm COMING OUT (1989), der, wie es oft heißt, einzige DEFA-Spielfilm, der sich mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzt. Als Bardame spricht Charlotte von Mahlsdorf mit dem Hauptdarsteller Matthias Freihof über die heiteren und dunklen Seiten der Berliner Szene. Freihof spielt den Lehrer Philip, der in einer Beziehung mit seiner Kollegin Tanja (Dagmar Manzel) lebt. Die Begegnung mit einer alten Jugendliebe und die Zuneigung zu Matthias (Dirk Kummer) konfrontieren ihn mit der Frage nach dem eigenen Lebensentwurf.

    2.9.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zum Filmprogramm und zur Homepage des Kino Arsenal

  • 14.08.2019

    Mär und mehr – Ein arbeitsbiographisches Kaleidoskop von Walter Beck

    43 Jahre hat der Regisseur Walter Beck bei der DEFA gearbeitet und zahlreiche Spielfilme für Kinder realisiert. Darunter nicht nur Märchenfilme, sondern auch Jugendfilme, die den Blick der Erwachsenen stets mitgedacht und mitgezeichnet haben. Nach einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Regisseur konnte ich für die DEFA-Stiftung zu seinem 90. Geburtstag seine über viele Jahre verfasste Autobiographie zur Druckreife bringen.

    Hier erhältlich in der Manuskriptreihe der DEFA-Stiftung

    Mehr Informationen zu Walter Beck und seinen Filmen

  • 06.05.2019

    Ein dokumentarischer Streifzug durch Berlin

    6.5.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Jugendlicher Blick statt pädagogische Propaganda, Poesie statt Bericht; Berlin als wiederaufgebaute Stadt, als Kultur- und Arbeiterstadt, als Stadt des Kalten Krieges, als Spielplatz spezieller Mundarten. Dass der Bestand der DEFA-Dokumentarfilme trotz seiner staatspolitischen Auftragssituation keine homogene Masse darstellt ist alles andere als eine selbstverständliche Meinung. Mit der Auswahl an elf digital neubearbeiteten Dokumentarfilmen von unterschiedlichen Generationen an Filmemachern und aus drei Jahrzehnten wollen wir auf die Vielfalt der Gestaltungsideen, der Verhältnisse von Kommentar und Bild, Musik und Originalton in diesen Filmen aufmerksam machen. Oft scheint sich der DEFA-Dokumentarfilm besonders dann von seinem ideologischen Auftrag zu emanzipieren, wenn er sich den kleinen, aber wichtigen Stadtansichten zuwendet und wenn es Text und Bild sich gegenseitig spielerisch voneinander emanzipieren können.

    Über die Besonderheiten und Herausforderungen bei der Digitalisierung dieser Filme spreche ich im Anschluss mit Franz Frank von der Stiftung Deutsche Kinemathek, der dieses Projekt betreute.

    6.5.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zum Filmprogramm und zur Homepage des Kino Arsenal

  • 02.02.2019

    DIE ELENDEN (1958) – eine seltene Koproduktion zwischen Frankreich und der DDR

    4.2.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Koproduktionen der ostdeutschen DEFA mit dem, wie es damals hieß, „nicht-sozialistischen Ausland“, waren aufgrund politischer, internationaler Spannungen in den 1950er-Jahren dreierlei: sie waren selten (insgesamt gibt es nur 4), sie waren teuer und eine gute Gelegenheit für die DDR, den Eigenwert ihrer Filmkunst über nationale Grenzen hinaus bekannt und anerkannt zu machen. Das umfangreichste Projekt war die monumentale Verfilmung von Victor Hugos „Les Miserables“, das unter der Regie von Jean-Paul Le Chanois und mit Jean Gabin in der Hauptrolle des ehemaligen Sträflings Jean Valjean realisiert wurde und das seinen schwierigen Weg in eine neues Leben begleitet. Ein Leben, das von nun an durch selbsterkannte humanistische Ideale angeleitet, aber oft von den äußeren Umständen und der Juli-Revolution 1830 und der Verfolgung des fanatischen Polizeiinspektors Javert (Bernard Blier) behindert wird.

    Vor dem zweiteiligen Film gebe ich eine kurze Einführung in die schwierigen Produktionsbedingungen des beim Publikum überaus erfolgreichen Dramas.

    4.2.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zur Homepage des Kino Arsenal

  • 20.12.2018

    Leuchtkraft – Das Journal der DEFA-Stiftung

    Als Redakteur freue ich mich über die druckfrische, erste Ausgabe des neuen Journals der DEFA-Stiftung, für das ich bedeutende AutorInnen gewinnen konnte. Komponist Peter Rabenalt spricht über seine Zeit an der Babelsberger Filmhochschule; Filmhistoriker Detlef Kannapin stellt die digital neubearbeiteten Filme von Konrad Wolf vor. Regisseur Walter Beck erinnert sich an seinen Märchenklassiker DORNRÖSCHEN (1970). Ich selbst durfte Barbara Barlet zu ihrer spannenden Entdeckung der DEFA-Filme mit dem französischen Pantomimen Marcel Marceau interviewen, ebenso Melanie Hauth, die einige Einblicke in den Prozess der Digitalisierung historischen Filmmaterials gibt. Die Probleme der Digitalisierung kommentiert Trickfilmregisseur Lutz Dammbeck aus eigener Erfahrung.

    Hier geht’s zum kostenlosen PDF des Journals

     

  • 01.12.2018

    Carte Blanche für die Drehbuchautorin Helga Schütz

    3.12.2018 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Am vergangenen Freitag hat die DEFA-Stiftung die Autorin Helga Schütz mit dem Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk ausgezeichnet. Dabei blieb ein Satz aus der Laudatio besonders in Erinnerung: „Wenn ihr Name irgendwo im Vorspann auftaucht, dann ist das eine Empfehlung“. Und die Liste dieser Empfehlungen ist lang: Fast dreißig ihrer Drehbücher wurden in knapp drei Jahrzehnten realisiert. Zum Kinoabend durfte sich Helga Schütz zwei ihrer Filme wünschen. DIE SCHLÜSSEL (Egon Günther, 1973) handelt von einem jungen Paar aus der DDR, das nach Krakau reist und alles andere als seine Probleme zu Hause lässt. Die örtliche Distanz und die fremden Orte provozieren und verdichten Fragen nach der eigenen Selbstgestaltung und Identität. FALLADA – LETZTES KAPITEL (Roland Gräf, 1988) gibt einen Einblick in die letzten Lebensjahre des Schriftstellers Hans Fallada. Deutlich wird, wie gesellschaftliche Verhältnisse die Identität zerreißen können, wie das Selbst aufgelöst wird und verzweifelt, manchmal benommen, oft nur noch berauscht im Wahnsinn gegen diese Zersetzung ankämpft.

    Im Anschluss an den ersten Film freue ich mich auf ein kurzes Gespräch mit Helga Schütz.

    3.12.2018, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zur Homepage des Kino Arsenal

  • 28.06.2018

    Kritischer Transhumanismus als Chance?

    Was ist ein biopolitischer Werkzeugkasten für eine Kritik der transhumanistischen Vernunft?
    Vortrag im Rahmen der Sommerschule „Wechselwirkungen: Natur, Technologie und Kultur“, University of New Mexico

    Oft treffen sich Transhumanisten und ihre Kritiker deshalb nicht zu einer produktiven Diskussion über die zukünftige Gestaltung menschlicher Lebensweisen, weil die eine Seite blind gegenüber alternativen Visionen ist und die andere Seite mit überzogener Polemik darauf antwortet. Irgendwo zwischen diesen Extremen ist aber ein wertvoller Diskurs entstanden, der hier als kritischer Transhumanismus vorgestellt werden soll. Die Kritik transhumanistischer Rationalität kann etwa dort beginnen, wo sich vier allgemeine Eckpfeiler transhumanistischer Ideen kristallisiert haben: ihr naturalistisches Menschenbild, ihr libertäres Erbe und auch das Erbe eines Aufklärungsoptimismus sowie wesentliche Momente der gezielten Überwindung des Humanismus. Gerade Michel Foucaults Gedanken zur Biopolitik sind ein ernstzunehmender Beitrag, wie eine Kritik an diesen vier Stellen formiert werden kann. Sie greift immer dann zu, wenn sich zeigen lässt, dass die transhumanistische Rationalität samt ihren Technologien droht in ein realpolitisches Machtdispositiv einzutreten, das auf eine nichtwünschenswerte Weise zur biologischen Normalisierung der Gesellschaft oder zur Herstellung einer „Normalgesellschaft“ beiträgt und zwar über biotechnologisch gestützte Subjektivierungsleistungen und damit dem politischen Machen von Subjekten. Der Traum vom „künstlichen Menschen“ ist dann nicht mehr der Traum individualistischer Selbstgestalter, sondern ein gouvernementaler Traum zur Konstituierung von auf eine bestimmte Weise gemachten Subjekten. Spätestens hier werden zwei der wichtigsten Fragen des kritischen Transhumanismus laut: Wann wird die biotechnologische Manipulation zu einer nicht-wünschenswerten Einschränkung der persönlichen Freiheit und zu einer künstlichen Verknappung der biologisch begründeten Diversität menschlicher Lebensformen und Lebenswelten?

    Begleitmaterial zum Vortrag

  • 06.06.2018

    Skurril? Sartre, die DDR und DIE HEXEN VON SALEM

    Die digitale Neubearbeitung der ostdeutsch-französischen Koproduktion DIE HEXEN VON SALEM ist noch bis zum 10.6.2018 in der ARTE-Mediathek zu sehen

    Der 1957 unter der Regie von Raymond Rouleau realisierte Film entstand nach dem Drehbuch von Jean-Paul Sartre. Die DEFA-Stiftung konnte zusammen mit ihren Partnern sowohl die französische Fassung, wie auch die um eine halbe Stunde aus kulturpolitischen Gründen gekürzte und damit zensierte Fassung digitalisieren, die damals in den Kinos der DDR anlaufen durfte. Die nun veröffentlichte DVD-Edition mit beiden Fassungen ermöglicht Cineasten und Filmwissenschaftlern einen Einblick in die recht ambivalente Beziehung der beiden Koproduktionspartner und die rigorosen kulturpolitischen Bedenken der SED-Führung in den 1950er-Jahren.

    Mein Kommentar zur DVD-Edition (Booklet-Text)

    Hier geht’s zum Film in der ARTE-Mediathek

  • 28.05.2018

    Digitales Filmerbe: frische Farben für DEFA-Filme

    4.6.2018 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Mit der Farbkorrektur und Lichtbestimmung steht dieses Mal eine ganz besondere Herausforderung bei der digitalen Neubearbeitung analoger Filme im Vordergrund. Welchen Kriterien folgt das Color Grading, wenn ursprüngliche Licht- und Farbverhältnisse erhalten oder wiederhergestellt werden sollen? Was ist beim Wechsel von analoger Filmkopie zum Digitalisat zu beachten? Darüber werde ich mit der Coloristin Christine Hiam sprechen,  bevor der Filmabend mit gleich zwei Kinopremieren ihrer digitaler Neubearbeitungen beginnt: In JADUP UND BOEL (Rainer Simon, DDR 1981, uraufgeführt: 1988) wird der Bürgermeister einer Kleinstadt unfreiwillig an eine frühe und im Stich gelassene Liebe erinnert, die ihn nicht nur seine politischen, sondern auch die privaten Einstellungen kritisch überprüfen lässt. In der Komödie ICH LIEBE DICH – APRIL! APRIL! (Iris Gusner, DDR 1987) fragt sich die Studentin Caroline, wie sie ihrer Mutter Hella, einer erfolgreich geschiedenen und männerskeptischen Anwältin, die heimliche Ehe mit Tom eingestehen soll…

    4.6.2018, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zur Homepage des Kino Arsenal

  • 10.01.2018

    Erika Richter – Liebe zum Kino

    Eine Festschrift zum 80. Geburtstag der Dramaturgin und Filmkritikerin

    „Ungeschönt, nicht steril“, sagt mir Dr. Erika Richter während unserer Zusammenarbeit und kommentiert damit ein Foto, das sie im Sommer 2017 zeigt. Sie schreibt damit den heimlichen Untertitel, womöglich das Motto dieser Festschrift. Zum 80. Geburtstag der Filmdramaturgin und Filmkritikerin möchten wir eine Auswahl ihrer bedeutenden Texte wiederentdecken. Die Festschrift zeigt viele Faksimiles sowie Abschriften aus Zeitschriften und Büchern, an denen die Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat und die wichtige Transformationen und Brüche in Richters Einstellung zum Film und ihren Kinoerlebnissen freilegen. Sie schreibt über Filmemacherinnen und Filmemacher wie Slatan Dudow, Volker Koepp, Thomas Mauch, Elio Petri, Harutyun Khachatryan, Heiner Carow, Konrad Wolf, Lothar Warneke, Helga Reidemeister, Ulrich Weiß, Evelyn Schmidt und Karl Gass, aber auch über herausragende Filmprojekte, darunter der polnische Dokumentarfilm Musikanten, das sowjetische Drama Wenn die Kraniche ziehen oder die nichtrealisierte filmische Rockoper Paule Panke.

    Ein Querschnitt aus 55 verdienstvollen Jahren für den deutschen und internationalen Film.

    Die Festschrift ist bei der DEFA‐Stiftung erhältlich.



Aktivitäten

2015 — 2017

Moderations-& andere Honorartätigkeiten

  • Moderation wissenschaftl. Symposium „Sturm und Zwang am Deutschen Historischen Museum (i. A. der DEFA-Stiftung & des Zeughauskinos, Dez. 2015)
  • Ko-Autor im Heimatbuchprojekt „Blankenfelde – Geschichte und Erinnerungen“ (i. A. der Gemeindeverwaltung Blankenfelde-Mahlow & Helmut Morsbach, 2015 / 2016)
  • Moderation von Filmabenden im Kino Arsenal am Potsdamer Platz in Berlin (i.A. der DEFA-Stiftung, 2016-2017)
  • Selbstständige Tätigkeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (bei der DEFA-Stiftung, Apr. - Dez. 2017)

Akademische Lehre und Publikationen


2008 — 2016

Konstante Tätigkeit für die DEFA-Stiftung

in den Bereichen:
  • Audiovisuelle Medienarchive Erschließung von Filmbeständen, Filmmaterialien & Metadaten
  • Filmdatenbank Recherche, Datenpflege, Richtlinienkonzeption & Einweisung neuer Mitarbeiter
  • Rechtedokumentation Aufarbeitung, Recherche & Vorprüfung von Unterlagen zu Filmproduktions- und Verwertungs-/Lizenzierungsvorgängen für Justiziariat & Vorstand, auch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesarchiv, Abt. Filmarchiv
  • Filmförderung Mithilfe bei Abwicklung von Projekt- und Stipendienförderung für Filme & filmhistorische Publikationen
  • Mitorganisation öffentlicher Veranstaltungen Empfang & Laudation auf Preisverleihungen, Retrospektiven, Filmaufführungen
  • Vertikale Vertretung der Bereichsleitungen Archiv- & Rechtdokumentation, Vorstandsassistenz und Empfang

Studium an der Technischen Universität Berlin (2013 — 2017)

  • Philosophie des Wissens und der Wissenschaften, Master of Arts mit den Schwerpunkten Philosophie der Biologie, Prozessphilosophie, Wissenschaftsphilosophie & -Geschichte, Gesellschaftskritik sowie Erkenntnis- & Subjekttheorie (Note: 1,0)
  • Gastvortrag im Berliner Nietzsche Colloquium (Jun. 2014)
  • Mitgründung und Leitung des studentischen Kolloquiums „Philogos“ (2015)

Studium an der Technischen Universität Berlin (2008 — 2013)

  • Kultur & Technik mit Kernfach Philosophie, Bachelor of Arts mit Veranstaltungen in interkultureller Kommunikation, Literaturwissenschaft, Kunst-, Wissenschafts- und Technikgeschichte (Note: 1,1)
  • Stellvertret. Mitglied im Institutsrat (2012)

07-09/2008

Sechswöchiges Projekt für die Gemeindeverwaltung Blankenfelde-Mahlow

Broschürenerstellung und -Gestaltung zum Leitbild der Gemeinde


2007 — 2008

Freiwilliges soziales Jahr in der Kultur (als Zivildienst) bei der DEFA-Stiftung

in Berlin-Mitte, die sich für die Pflege des DEFA-Filmerbes als Teil der nationalen Kultur und die Förderung junger Filmemacher einsetzt


07-08/2007, 09-10/2008

Viermonatige Aushilfstätigkeit beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RBB

in Potsdam-Babelsberg Filmtechnik & Studiodreharbeiten


2007

Allgemeine Hochschulreife am Kopernikus-Gymnasium Blankenfelde-Mahlow

Abitur-Note: 1,7 mit den Leistungskursfächern Mathematik und Physik, sowie sehr guten Englischkenntnissen und der Zweitfremdsprache Französisch




Texte


  • 06.06.2018

    Skurril? Sartre, die DDR und DIE HEXEN VON SALEM

    Die digitale Neubearbeitung der ostdeutsch-französischen Koproduktion DIE HEXEN VON SALEM ist noch bis zum 10.6.2018 in der ARTE-Mediathek zu sehen

    Der 1957 unter der Regie von Raymond Rouleau realisierte Film entstand nach dem Drehbuch von Jean-Paul Sartre. Die DEFA-Stiftung konnte zusammen mit ihren Partnern sowohl die französische Fassung, wie auch die um eine halbe Stunde aus kulturpolitischen Gründen gekürzte und damit zensierte Fassung digitalisieren, die damals in den Kinos der DDR anlaufen durfte. Die nun veröffentlichte DVD-Edition mit beiden Fassungen ermöglicht Cineasten und Filmwissenschaftlern einen Einblick in die recht ambivalente Beziehung der beiden Koproduktionspartner und die rigorosen kulturpolitischen Bedenken der SED-Führung in den 1950er-Jahren.

    Mein Kommentar zur DVD-Edition (Booklet-Text)

    Hier geht’s zum Film in der ARTE-Mediathek

  • 15.03.2017

    Wissensstrategien – Foucault & die Philosophie als „Politik der Wahrheit“

    Was meint die Vorstellung, dass Wissen in sozialen Praktiken konstituiert wird und wie untersucht man die historischen Konstitutionsbedingungen dieses Wissens? Nietzsche und Foucault helfen dabei, diese großen Fragen der Philosophie in eine ganz bestimmte Richtung hin zu präzisieren: Was heißt es, dass es bestimmte Formen des Wahrsprechens oder eines Zugangs zur Wahrheit (Wissensstrategien) gibt, die gesamtgesellschaftliche Relevanz haben, ihren Ursprung aber in einem bestimmbaren und spezifischen Ensemble von Praktiken, etwa den juristischen, haben und nicht ohne deren Eingebettetsein und Durchdrungenwerden von konkreten Abhängigkeits- oder Machtverhältnissen verstanden werden können?

    PDF: Wissensstrategien – Foucault und die Philosophie als Politik der Wahrheit

  • 15.03.2017

    Im vernunftkritischen Abseits des Wahnsinns

    Sind der Wahnsinnige und der Künstler hervorstechende Agenten an den Rändern unserer epistemischen, rationalen diskursiven Landschaft, innerhalb derer wir uns bewegen? Mit welchen Formen der Sprache und Nicht-Sprache wird dieser Grenzbereich des Diskurses eigentlich besetzt und wirkungsvoll gestaltet? Wie organisiert sich dieser Randbereich? Was sind es eigentlich für Wirkungen, die diese freiwilligen und unfreiwilligen Grenzgänger des Wissens von den Grenzen aus ins Zentrum richten? Anhand von drei Beispielen sollen einige Aspekte dieser Randposition herausgearbeitet werden, die ein gewisses kritisches Potential beherbergen: Diderots Rameaus Neffe erscheint mit der Idee, den Wahnsinn und die Kunst als Möglichkeit zu einer sehr dynamischen Positionierung gegenüber den mechanischen und relativ festen Positionen oder Bahnen des gesellschaftlichen und biologischen Lebens einzunehmen. Nietzsches Gedicht Nur Narr! Nur Dichter! stellt der tristen Rationalität und ihrer ‚Es-ist-der-Fall-dass…‘- Mentalität die farbenfrohe Lüge des närrischen Dichters als erkenntnis- und gesellschaftskritisches Moment gegenüber. Foucaults Ordnung der Dinge zeichnet einen epistemischen Grenzgang von Dichtung und Wahnsinn nach, die beide den Raum des Wissens umschließen und etwa mit Don Quijote auf einen historischen Bruch zwischen zwei Denkstilen verweisen.

    PDF: Im vernunftkritischen Abseits des Wahnsinns

  • 15.03.2017

    Nicht-epistemisches Sehen als „Simple Seeing“? – Fred Dretske über analoge und digitale Informationsprozesse zum Verständnis von Wahrnehmungsvorgängen

    Bei der Frage danach, wie viel Symbolisches in den menschlichen Bezugnahmen implementiert ist, trifft man unter anderem auf eine Debatte, die den Bereich der Wahrnehmung einerseits als durchgängig begrifflich strukturiert ausweist oder ihn andernfalls für (auch) nicht-begriffliche Inhalte reservieren möchte. Fred Dretske gilt als einer der bekannteren Vertreter der zweiten Position mit einigen interessanten Vorschlägen, wie die visuelle Wahrnehmung mit Aspekten bestimmt werden kann, die stark für ihren nicht-epistemischen Charakter sprechen. Derart ‚simpel‘, weisen Prozesse des Sehens demnach vorbegriffliche, nicht kognitiv dominierte Eigenarten auf. Dennoch muss man fragen, in wie weit die Vorstellung eines Simple Seeings als derart einfach verstanden werden kann oder ob es sich nicht doch um eine eigentlich recht komplexe ‚Einfachheit‘ handeln könnte. In diesem Zusammenhang werden Überlegungen wichtig, die von Henri Bergsons Texten inspiriert sind.

    PDF: Nicht-epistemisches Sehen als Simple Seeing


Kontakt