René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit

René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit

René Pikarski

Philosophie (M.A.), Moderation und Öffentlichkeitsarbeit



Henri Bergson meinte einmal, dass unser Intellekt sich hin und wieder auf gefährliche Weise selbst übersteigt und sich dabei vom Leben entfernt. Ich glaube, dass damit eine kritische Bestimmung des Menschen verbunden ist, eine, die ihn fortwährend dazu auffordert, seine Abhängigkeiten und Freiheiten bei seinen Manipulationen und Bezugnahmen auf die Welt, andere Menschen, Lebewesen und auf sich selbst zu verwalten. Vielleicht ist jede philosophische Bewegung heimlich von diesem Imperativ getragen, der den Intellekt davor schützt, seine Arbeit in lebensfeindlichen Machtverhältnissen und Technologien aufgehen zu lassen.



Aktuelles
  • 14.05.2020

    Pluralität im Dialog: Wie sehr fehlt uns heute ein nervender Sokrates?

    Es geht in meinem kurzen Kommentar um die Skizze zu einer Idee, den von Hannah Arendt im Sokrates verteidigten Begriff der Pluralität als einen Perspektivismus zu verstehen, der sowohl das politisch-philosophische Denken als auch den politischen Handlungsraum umfassen soll. Ausgangspunkt ist Arendts Intuition, dass die Sokratische Dialektik einen pluralistischen Modus eines dem politischen Handeln nahen Philosophierens darstellt.

    Hier geht’s zum Text.

  • 09.02.2020

    Karbid und Sauerampfer: Ein Roadmovie der DEFA

    24.2.2020, 19:00 Uhr: Filmabend im Puschkino

    KARBID UND SAUERAMPFER (1963) zählt zu den gelungenen Lustspielen aus dem DEFA-Studio für Spielfilme und führte zum Durchbruch von Erwin Geschonneck als Charakterschauspieler. Im Puschkino Halle spreche ich mit Paul Werner Wagner über den schwierigen Stand des Komödien-Genres im DEFA-Studio für Spielfilme und darüber, wie Regisseur Frank Beyer das erste Roadmovie, dessen Handlung im Nachkriegsdeutschland spielt, zum Anlass nahm, um sich in einer breiten Kritik über die damalige ostdeutsche Filmproduktion zu äußern.

    Tickets gibt’s vor Ort.

  • 20.12.2019

    Leuchtkraft 2019 – Das Journal der DEFA-Stiftung

    Die zweite Ausgabe des DEFA-Journals LEUCHTKRAFT ist erschienen und steht auf der Website der DEFA-Stiftung kostenfrei als pdf-Datei zur Verfügung. Darin wirft Klaus-Dieter Felsmann neue Perspektiven auf den DEFA-Kinderfilm und Eduard Schreiber berichtet über den entscheidenden Augenblick seiner Filme. Mit Wolfgang May und Harry Mehner spreche ich über den vergessenen Berliner Filmstandort Johannisthal, der im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag feiert. Die Schnittmeisterin Ingeborg Marszalek erzählt mir von der aktuellen Rekonstruktion des vor der Fertigstellung verbotenen Spielfilms FRÄULEIN SCHMETTERLING (Kurt Barthel, 1965/1966). Ralf Schenk setzt sich mit den filmischen „Überläufern“ von der Ufa zur DEFA auseinander und Regisseur Thomas Kuschel reflektiert über das 16-mm-Projekt von  Karl Gass. Mit einem Interview von Hiltrud Schulz würdigen wir Professor Barton Byg für seine langjährige Aufarbeitung des DEFA-Filmerbes in den USA.

    Vieles mehr zur Geschichte der DEFA, auch welche Filme und Publikationen es im Jahr 2020 geben wird, gibt es zu entdecken.

  • 14.12.2019

    „Auch ein Häuptling braucht mal eine Lesebrille“

    19. Preisverleihung der DEFA-Stiftung

    Als Moderator gilt mein ganz persönlicher Dank zunächst noch einmal allen, die uns gestern Abend im Publikum und auch vor den Bildschirmen zugesehen haben, natürlich meinem charmanten Kollegen Philip Zengel sowie  unseren eloquenten Laudatoren, darunter ein gut gelaunter Dieter Kosslick und eine wirklich warmherzige Ute Freudenberg. Ein herzlichen Glückwunsch all unseren frischgebackenen Preisträgern: Molto Menz, Paul Werner Wagner, Knut Elstermann (Programmpreise), Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski (Förderpreis für junges Kino), Marion Rasche (Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film) und der oben zitierte, für sein filmkünstlerisches Lebenswerk ausgezeichnete Gojko Mitic.

    Dafür, dass Musik auch an einem Galaabend mehr als bloße Unterhaltung ist und zum Weiterdenken anregt, haben Andreas Dresen, Alexander Scheer und Jürgen Ehle mit einigen Gundermann-Liedern gesorgt.

    Ihr alle seid unschätzbare, oft kreative Impulsgeber, die das Filmerbe der DEFA fortwährend neu beleben! Zu all dem gehört bei feierlichen Abenden immer viel Heiterkeit, ein bisschen Ironie, aber natürlich auch der Imperativ an einen ernsten, verantwortungsvollen Umgang mit der DDR-Geschichte. Bilder, Infos & Kommentare zur Preisverleihung gibt’s wie immer auf der Website der DEFA-Stiftung.

  • 04.10.2019

    30 Jahre Herbst 1989 – Von Mauerbau bis Mauerfall im DEFA-Film

    8. Wolfener Filmtage vom 23. bis 27.10.2019

    Im Rahmen der Filmtage wird am Freitag, den 25.10.2019 um 18:30 Uhr der DEFA-Spielfilm …und deine Liebe auch von Frank Vogel gezeigt. Der Film ist nicht nur der erste,  der sich unmittelbar nach der Grenzsicherung am 13. August 1961 mit dem Mauerbau auseinandersetzt, sondern auch eines der interessanten ästhetischen und dramaturgischen Experimente des DEFA-Spielfilmstudios: Die Handlung um zwei ungleiche Brüder und die junge Eva entwickelte sich parallel zu den Dreharbeiten; viele authentische Dokumentations-Sequenzen beobachten heimlich den Berliner Alltag in einer ereignisreichen Zeit. Während Ulli als Kampfgruppenmitglied den Mauerbau als maßgeschneiderter Sozialist für den Frieden in der Welt vorantreibt, sieht Klaus seine Chancen auf Wohlstand und Freiheit schwinden, sein Wunsch nach Flucht aber wird immer größer.

    Im Anschluss an den Film lädt mich Kurator Paul Werner Wagner zum Filmgespräch ein.

    Hier geht’s zum Programm der 8. Wolfener Filmtage

  • 04.10.2019

    Rainer Simon DVD-Filmreihe

    Ab sofort sind im ND-Shop oder via JPC die zwei neuen DVD-Editionen zur Rainer-Simon-Filmreihe erhältlich. Der Regisseur realisierte 1971 und 1994 die bewegenden Jugendfilme Männer ohne Bart und Fernes Land Pa-isch, die sich mit dem Aufeinanderprallen von Fantasie- und Lebenswelten der Heranwachsenden auseinandersetzen. Welchen Einfluss Weltkriege auf diese Lebenswelten haben, behandeln die Filme Die Frau und der Fremde (1984) sowie die Franz Fühmann-Verfilmung Der Fall Ö. (1990).

    Beide Editionen enthalten jeweils einen ausführlichen Essay, in dem ich den Regisseur, die Filme und auch deren Produktionshintergründe und Rezeptionsgeschichte vorstelle.

  • 30.08.2019

    Charlotte von Mahlsdorf im Porträt

    2.9.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Seit 1995 begleitete die Filmemacherin Carmen Bärwaldt Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichem Namen Lothar Berfelde, mit der Kamera. Entstanden ist ein sehr persönliches und sensibles Portrait eines außergewöhnlichen Berliner Originals: SONNTAGSKIND. ERINNERUNGEN AN CHARLOTTE VON MAHLSDORF (2018) schildert einen schweren Lebensweg, der geprägt war von väterlicher Gewalt in der Kindheit, von Demütigung und Ausgrenzung, aber auch von Zuwendung, Freundschaft und hoher Anerkennung der denkmalpflegerischen Leistung. Sie erinnert sich an das queere Leben in der DDR und ihre Arbeit als Sammlerin von Möbeln der Gründerzeit.

    Nach einem Gespräch mit der Regisseurin, zeigen wir im zweiten Teil des Abends Heiner Carows Spielfilm COMING OUT (1989), der, wie es oft heißt, einzige DEFA-Spielfilm, der sich mit dem Thema Homosexualität auseinandersetzt. Als Bardame spricht Charlotte von Mahlsdorf mit dem Hauptdarsteller Matthias Freihof über die heiteren und dunklen Seiten der Berliner Szene. Freihof spielt den Lehrer Philip, der in einer Beziehung mit seiner Kollegin Tanja (Dagmar Manzel) lebt. Die Begegnung mit einer alten Jugendliebe und die Zuneigung zu Matthias (Dirk Kummer) konfrontieren ihn mit der Frage nach dem eigenen Lebensentwurf.

    2.9.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zum Filmprogramm und zur Homepage des Kino Arsenal

  • 14.08.2019

    Mär und mehr – Ein arbeitsbiographisches Kaleidoskop von Walter Beck

    43 Jahre hat der Regisseur Walter Beck bei der DEFA gearbeitet und zahlreiche Spielfilme für Kinder realisiert. Darunter nicht nur Märchenfilme, sondern auch Jugendfilme, die den Blick der Erwachsenen stets mitgedacht und mitgezeichnet haben. Nach einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Regisseur konnte ich für die DEFA-Stiftung zu seinem 90. Geburtstag seine über viele Jahre verfasste Autobiographie zur Druckreife bringen.

    Hier erhältlich in der Manuskriptreihe der DEFA-Stiftung

    Mehr Informationen zu Walter Beck und seinen Filmen

  • 06.05.2019

    Ein dokumentarischer Streifzug durch Berlin

    6.5.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Jugendlicher Blick statt pädagogische Propaganda, Poesie statt Bericht; Berlin als wiederaufgebaute Stadt, als Kultur- und Arbeiterstadt, als Stadt des Kalten Krieges, als Spielplatz spezieller Mundarten. Dass der Bestand der DEFA-Dokumentarfilme trotz seiner staatspolitischen Auftragssituation keine homogene Masse darstellt ist alles andere als eine selbstverständliche Meinung. Mit der Auswahl an elf digital neubearbeiteten Dokumentarfilmen von unterschiedlichen Generationen an Filmemachern und aus drei Jahrzehnten wollen wir auf die Vielfalt der Gestaltungsideen, der Verhältnisse von Kommentar und Bild, Musik und Originalton in diesen Filmen aufmerksam machen. Oft scheint sich der DEFA-Dokumentarfilm besonders dann von seinem ideologischen Auftrag zu emanzipieren, wenn er sich den kleinen, aber wichtigen Stadtansichten zuwendet und wenn es Text und Bild sich gegenseitig spielerisch voneinander emanzipieren können.

    Über die Besonderheiten und Herausforderungen bei der Digitalisierung dieser Filme spreche ich im Anschluss mit Franz Frank von der Stiftung Deutsche Kinemathek, der dieses Projekt betreute.

    6.5.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zum Filmprogramm und zur Homepage des Kino Arsenal

  • 02.02.2019

    DIE ELENDEN (1958) – eine seltene Koproduktion zwischen Frankreich und der DDR

    4.2.2019 Filmabend der DEFA-Stiftung im Kino Arsenal

    Koproduktionen der ostdeutschen DEFA mit dem, wie es damals hieß, „nicht-sozialistischen Ausland“, waren aufgrund politischer, internationaler Spannungen in den 1950er-Jahren dreierlei: sie waren selten (insgesamt gibt es nur 4), sie waren teuer und eine gute Gelegenheit für die DDR, den Eigenwert ihrer Filmkunst über nationale Grenzen hinaus bekannt und anerkannt zu machen. Das umfangreichste Projekt war die monumentale Verfilmung von Victor Hugos „Les Miserables“, das unter der Regie von Jean-Paul Le Chanois und mit Jean Gabin in der Hauptrolle des ehemaligen Sträflings Jean Valjean realisiert wurde und das seinen schwierigen Weg in eine neues Leben begleitet. Ein Leben, das von nun an durch selbsterkannte humanistische Ideale angeleitet, aber oft von den äußeren Umständen und der Juli-Revolution 1830 und der Verfolgung des fanatischen Polizeiinspektors Javert (Bernard Blier) behindert wird.

    Vor dem zweiteiligen Film gebe ich eine kurze Einführung in die schwierigen Produktionsbedingungen des beim Publikum überaus erfolgreichen Dramas.

    4.2.2019, 19 Uhr im Berliner Kino Arsenal im Sony Center am Potsdamer Platz, Karten gibt’s direkt vor Ort.

    Zur Homepage des Kino Arsenal



Aktivitäten

2015 — 2020

Moderation, Redaktion & Edition zur Aufarbeitung des deutschen Filmerbes

 

Promotion, Lehre & Publikationen im Fachbereich Philosophie

 
  • Promotionsstudium seit 2018 an der Hochschule für Philosophie in München (Betreuung der Promotion: Prof. Dr. Michael Reder, Praktische Philosophie mit dem Schwerpunkt Völkerverständigung), Dissertation zur Philosophie von Henri Bergson und Michel Foucault hinsichtlich der Frage nach einem biophilosophischen Intuitionsbegriff für gegenwärtige sozialkritische Diskurse und für ethopoietische Prozesse (vsl. 2021)
  • Chair & Vortrag Track 6 der X. Internationalen Whitehead-Konferenz in Los Angeles (Claremont McKenna Collge, Jun. 2015)
  • Lehraufträge Seminar "Subjekt, Macht und Wissen - Grundbegriffe im Denken Michel Foucaults" an der TU-Berlin im Sommersemester 2017 (Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte)
  • Gastvorträge z. B. bei Dr. Spyridon Koutroufinis im Seminar "Biophilosophie im 20. Jahrhundert" über den Begriff der "Biopolitik" (TU-Berlin, Sep. 2017); bei Dr. Manuel Clemens im Seminar "Enhanced Lives" (Wechselwirkungen: Umwelt, Technologie und Kultur) zu Kritik und Chancen des Transhumanismus (University of New Mexico, 2018)
  • Ko-Autor z. B. im Sammelband "The Authoritarian Character and Concepts of 21st Century Authority" mit einem Artikel zum "Widerstand des Selbst: Intuition und Autorität" (Hg.: Manuel Clemens, VÖ: USA; 2020/2021); und im Sammelband "Intuiting Life" über einen biophilosophischen Intuitionsbegriff (Hg.: Dr. Spyridon Koutroufinis, VÖ: 2020/2021)
  • Herausgeber & Ko-Autor z. B. des Sammelbands „Unprecedented Evolution. Human Continuities and Discontinuities with Animal Life“ (VÖ: Los Angeles, 2020, mit Dr. Spyridon Koutroufinis): "Are we human or are we dancer? - Towards a Dynamic Idea of the Human Condition in the Lifght of Life and Power"

2008 — 2016

Konstante Tätigkeit für die DEFA-Stiftung

  in den Bereichen:  
  • Audiovisuelle Medienarchive Erschließung von Filmbeständen, Filmmaterialien & Metadaten
  • Filmdatenbank Recherche, Datenpflege, Richtlinienkonzeption & Einweisung neuer Mitarbeiter
  • Rechtedokumentation Aufarbeitung, Recherche & Vorprüfung von Unterlagen zu Filmproduktions- und Verwertungs-/Lizenzierungsvorgängen für Justiziariat & Vorstand, auch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesarchiv, Abt. Filmarchiv
  • Filmförderung Mithilfe bei Abwicklung von Projekt- und Stipendienförderung für Filme & filmhistorische Publikationen
  • Mitorganisation öffentlicher Veranstaltungen Empfang & Laudation auf Preisverleihungen, Retrospektiven, Filmaufführungen
  • Vertikale Vertretung der Bereichsleitungen Archiv- & Rechtdokumentation, Vorstandsassistenz und Empfang

Studium an der Technischen Universität Berlin (2013 — 2017)

  • Philosophie des Wissens und der Wissenschaften, Master of Arts mit den Schwerpunkten Philosophie der Biologie, Prozessphilosophie, Wissenschaftsphilosophie & -Geschichte, Gesellschaftskritik sowie Erkenntnis- & Subjekttheorie (Abschluss mit 1,0)
  • Gastvortrag im Berliner Nietzsche Colloquium (Jun. 2014)
  • Mitgründung und Leitung des studentischen Kolloquiums „Philogos“ (2015)

Studium an der Technischen Universität Berlin (2008 — 2013)

  • Kultur & Technik mit Kernfach Philosophie, Bachelor of Arts mit Veranstaltungen in interkultureller Kommunikation, Literaturwissenschaft, Kunst-, Wissenschafts- und Technikgeschichte (Abschluss mit 1,1)
  • Stellvertret. Mitglied im Institutsrat (2012)

07-09/2008

Sechswöchiges Projekt für die Gemeindeverwaltung Blankenfelde-Mahlow

Broschürenerstellung und -Gestaltung zum Leitbild der Gemeinde


2007 — 2008

Freiwilliges soziales Jahr in der Kultur (als Zivildienst) bei der DEFA-Stiftung

in Berlin-Mitte, die sich für die Pflege des DEFA-Filmerbes als Teil der nationalen Kultur und die Förderung junger Filmemacher einsetzt


07-08/2007, 09-10/2008

Viermonatige Aushilfstätigkeit beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RBB

in Potsdam-Babelsberg Filmtechnik & Studiodreharbeiten


2007

Allgemeine Hochschulreife am Kopernikus-Gymnasium Blankenfelde-Mahlow

Abitur-Note: 1,7 mit den Leistungskursfächern Mathematik und Physik, sowie sehr guten Englischkenntnissen und der Zweitfremdsprache Französisch




Texte


  • 14.05.2020

    Pluralität im Dialog: Wie sehr fehlt uns heute ein nervender Sokrates?

    Es geht in meinem kurzen Kommentar um die Skizze zu einer Idee, den von Hannah Arendt im Sokrates verteidigten Begriff der Pluralität als einen Perspektivismus zu verstehen, der sowohl das politisch-philosophische Denken als auch den politischen Handlungsraum umfassen soll. Ausgangspunkt ist Arendts Intuition, dass die Sokratische Dialektik einen pluralistischen Modus eines dem politischen Handeln nahen Philosophierens darstellt.

    Hier geht’s zum Text.

  • 06.06.2018

    Skurril? Sartre, die DDR und DIE HEXEN VON SALEM

    Die digitale Neubearbeitung der ostdeutsch-französischen Koproduktion DIE HEXEN VON SALEM ist noch bis zum 10.6.2018 in der ARTE-Mediathek zu sehen

    Der 1957 unter der Regie von Raymond Rouleau realisierte Film entstand nach dem Drehbuch von Jean-Paul Sartre. Die DEFA-Stiftung konnte zusammen mit ihren Partnern sowohl die französische Fassung, wie auch die um eine halbe Stunde aus kulturpolitischen Gründen gekürzte und damit zensierte Fassung digitalisieren, die damals in den Kinos der DDR anlaufen durfte. Die nun veröffentlichte DVD-Edition mit beiden Fassungen ermöglicht Cineasten und Filmwissenschaftlern einen Einblick in die recht ambivalente Beziehung der beiden Koproduktionspartner und die rigorosen kulturpolitischen Bedenken der SED-Führung in den 1950er-Jahren.

    Mein Kommentar zur DVD-Edition (Booklet-Text)

    Hier geht’s zum Film in der ARTE-Mediathek

  • 15.03.2017

    Wissensstrategien – Foucault & die Philosophie als „Politik der Wahrheit“

    Was meint die Vorstellung, dass Wissen in sozialen Praktiken konstituiert wird und wie untersucht man die historischen Konstitutionsbedingungen dieses Wissens? Nietzsche und Foucault helfen dabei, diese großen Fragen der Philosophie in eine ganz bestimmte Richtung hin zu präzisieren: Was heißt es, dass es bestimmte Formen des Wahrsprechens oder eines Zugangs zur Wahrheit (Wissensstrategien) gibt, die gesamtgesellschaftliche Relevanz haben, ihren Ursprung aber in einem bestimmbaren und spezifischen Ensemble von Praktiken, etwa den juristischen, haben und nicht ohne deren Eingebettetsein und Durchdrungenwerden von konkreten Abhängigkeits- oder Machtverhältnissen verstanden werden können?

    PDF: Wissensstrategien – Foucault und die Philosophie als Politik der Wahrheit

  • 15.03.2017

    Im vernunftkritischen Abseits des Wahnsinns

    Sind der Wahnsinnige und der Künstler hervorstechende Agenten an den Rändern unserer epistemischen, rationalen diskursiven Landschaft, innerhalb derer wir uns bewegen? Mit welchen Formen der Sprache und Nicht-Sprache wird dieser Grenzbereich des Diskurses eigentlich besetzt und wirkungsvoll gestaltet? Wie organisiert sich dieser Randbereich? Was sind es eigentlich für Wirkungen, die diese freiwilligen und unfreiwilligen Grenzgänger des Wissens von den Grenzen aus ins Zentrum richten? Anhand von drei Beispielen sollen einige Aspekte dieser Randposition herausgearbeitet werden, die ein gewisses kritisches Potential beherbergen: Diderots Rameaus Neffe erscheint mit der Idee, den Wahnsinn und die Kunst als Möglichkeit zu einer sehr dynamischen Positionierung gegenüber den mechanischen und relativ festen Positionen oder Bahnen des gesellschaftlichen und biologischen Lebens einzunehmen. Nietzsches Gedicht Nur Narr! Nur Dichter! stellt der tristen Rationalität und ihrer ‚Es-ist-der-Fall-dass…‘- Mentalität die farbenfrohe Lüge des närrischen Dichters als erkenntnis- und gesellschaftskritisches Moment gegenüber. Foucaults Ordnung der Dinge zeichnet einen epistemischen Grenzgang von Dichtung und Wahnsinn nach, die beide den Raum des Wissens umschließen und etwa mit Don Quijote auf einen historischen Bruch zwischen zwei Denkstilen verweisen.

    PDF: Im vernunftkritischen Abseits des Wahnsinns

  • 15.03.2017

    Nicht-epistemisches Sehen als „Simple Seeing“? – Fred Dretske über analoge und digitale Informationsprozesse zum Verständnis von Wahrnehmungsvorgängen

    Bei der Frage danach, wie viel Symbolisches in den menschlichen Bezugnahmen implementiert ist, trifft man unter anderem auf eine Debatte, die den Bereich der Wahrnehmung einerseits als durchgängig begrifflich strukturiert ausweist oder ihn andernfalls für (auch) nicht-begriffliche Inhalte reservieren möchte. Fred Dretske gilt als einer der bekannteren Vertreter der zweiten Position mit einigen interessanten Vorschlägen, wie die visuelle Wahrnehmung mit Aspekten bestimmt werden kann, die stark für ihren nicht-epistemischen Charakter sprechen. Derart ‚simpel‘, weisen Prozesse des Sehens demnach vorbegriffliche, nicht kognitiv dominierte Eigenarten auf. Dennoch muss man fragen, in wie weit die Vorstellung eines Simple Seeings als derart einfach verstanden werden kann oder ob es sich nicht doch um eine eigentlich recht komplexe ‚Einfachheit‘ handeln könnte. In diesem Zusammenhang werden Überlegungen wichtig, die von Henri Bergsons Texten inspiriert sind.

    PDF: Nicht-epistemisches Sehen als Simple Seeing


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