René Pikarski

Philosophie und Film

René Pikarski

Philosophie und Film

René Pikarski

Philosophie und Film



Als promovierter Philosoph (vsl. 2026) liegen meine Schwerpunkte in Forschung und Lehre in der politischen und Sozialphilosophie – insbesondere der Wissens-, Macht- und Subjektkritik – sowie in der Prozess-, Kultur- und Technikphilosophie. Seit vielen Jahren engagiere ich mich zudem für die Aufarbeitung des ostdeutschen Filmerbes. In diesem Zusammenhang war ich als wissenschaftlicher Referent für die DEFA-Stiftung tätig sowie als Autor, Moderator, Herausgeber und Redakteur in den Bereichen Filmbildung, Archiv und Dokumentation sowie der digitalen und analogen Informationsverarbeitung. Derzeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie Intuitionen und Formen intuitiven Erfassens sozialkritische Diskurse und ihre wesentlich rational-argumentative Strukturierung bereichern können. Der Film als intuitives Medium ist für meine Arbeit daher stets mehr als eine anschauliche Illustration gegenwärtig artikulierter Probleme und gesellschaftlicher Chancen: Er entwirft Möglichkeitsräume, erzeugt Evidenzen, zeigt, wie gesellschaftlicher Wandel nicht nur gedacht, sondern imaginiert werden kann, irritiert bestehende Selbstverständlichkeiten, verdichtet soziale Konflikte in Bildern, Szenen und Figuren und kann auf diese Weise bedeutende Transformationsprozesse anstoßen. Auf dieser Website stelle ich meine Arbeiten in den Bereichen Philosophie und Film vor. - René Pikarski, im Januar 2026



Aktuelles
  • 15.09.2026

    Alte Texte, aktuelle Fragen: Meine Philosophiegeschichte an der KSH München

    Welches Wissen habe ich bereits, wenn ich feststelle, was ich nicht weiß? Wie sprechen wir in einem wahrhaftigen Dialog über unsere unterschiedlichen Meinungen? Was macht ein gutes Leben aus? Und wie verändert Technik unser Verhältnis zur Welt? Solche Fragen bildeten den Ausgangspunkt meiner Vorlesung zur Einführung in die Philosophiegeschichte an der Katholischen Stiftungshochschule München.

    Mit Studierenden der Religionspädagogik und Sozialen Arbeit ging es von Sokrates und Platon über Kant bis zu Heidegger und Rawls. Mir war dabei wichtig, die historischen Positionen als Gesprächsangebote für unsere Gegenwart zu erschließen: Was machen sie sichtbar? Wo können wir ihnen widersprechen? Und wie lässt sich mit ihnen über heutige Lebensfragen, soziale Herausforderungen und die spätere berufliche Praxis nachdenken?

    In Vorträgen, gemeinsamer Textarbeit und offenen Diskussionen verbanden wir philosophische Argumente mit unseren konkreten Erfahrungen: Platons Überlegungen zur Bedeutung des Todes für unser Leben mit Fragen der Sterbebegleitung, Descartes unzweifelhaftes Wissen mit dem derzeitigen Wegbrechen von Gewissheiten, Kants Begriff vom Selbstdenken mit der Aufgabe, die es uns angesichts polarisierender und skandalierender, grundsätzlich medienstrukturierter Diskursräume stellt, oder Heideggers Technikphilosophie mit unserem zukünftigen Umgang mit künstlicher Intelligenz.

    Besonders gefreut haben mich die Neugier und die lebhaften Diskussionen der Studierenden. Sie haben das Seminar zu einem gemeinsamen Denkraum gemacht – und gezeigt, wie gegenwärtig alte Texte werden können, wenn wir ihnen unsere eigenen Fragen stellen. Bis zum nächsten Semester!

  • 15.09.2026

    Eine Tafel auf dem Weg in den Himalaya

    Unsere Spendentafel macht sich auf den Weg nach Indien! Ihr Ziel ist das Amchi-Center im Dorf Raru in Zanskar: ein hochgelegener Ort im Himalaya, an dem medizinische Versorgung, Bildung und gemeinschaftliches Engagement zusammenkommen. Vor Ort soll sie bald an die bisherige Unterstützung erinnern, die diese Arbeit ermöglicht.

    Der Verein First Aid Amchi Center e. V. unterstützt die Arbeit von Lama Tenzin Dorjay und der örtlichen Dorfgemeinschaft. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die medizinische Basisversorgung in Raru und den umliegenden Dörfern zu verbessern. Gerade in den Wintermonaten erschweren die abgelegene Lage und eingeschränkte Verkehrswege den Zugang zu medizinischer Hilfe.

    Seit Juni 2025 ist das Center in Betrieb. Ein Amchi – ein in traditioneller tibetischer Medizin ausgebildeter Heilkundiger – betreut dort die Menschen der Umgebung. In den langen Winterschulferien bieten die Räume außerdem Platz für ergänzenden Unterricht für die Dorfkinder.

    Mit Spenden unterstützt der Verein Kinderpatenschaften, die Ausstattung und den laufenden Betrieb des Centers sowie das winterliche Bildungsangebot. Die Tafel ist ein sichtbares Dankeschön an alle, die dazu beitragen, diesen Ort mit Leben zu füllen.

  • 01.07.2026

    Die politische Bedeutung einer gemeinsamen, uns verschieden erscheinenden Welt


    Zu einem Abendvortrag und Workshop mit Prof. Dr. Sophie Loidolt von der Universität Darmstadt an der HFPH am 18./19. Juni 2026 über phänomenologische Perspektiven auf die Bedeutung von Hannah Arendts Werk für eine Kritik der heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse. Dieser Kommentar erschien am 26. Juni 2026 im Magazin der Hochschule für Philosophie in München

    Ein Gedanke aus dem Vortrag »Wirklichkeit als politische Kategorie« hallt besonders nach:

    Gelogen wird oft nicht, weil wir ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit haben, sondern weil wir eine andere Realität herstellen wollen.

    Lügen ist politisches Handeln. Ein gefährliches Handeln, denn es verfügt beliebig über Tatsachen, die die Grundlage dafür sind, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven auf eine gemeinsame Welt beziehen können: Wie sollen wir noch über unterschiedliche Ziele, Werte, Interessen und Zukunftsentwürfe streiten, wenn das, was uns gemeinsam als Wirklichkeit erscheint, nicht länger Anfangs- und Bezugspunkt unserer Verständigung, sondern selbst Gegenstand politischer Fiktionen wird?

    Doch auch die Berufung auf eine einzige, absolute Wahrheit kann den politischen Austausch unterminieren. Wozu noch über die gemeinsame Welt streiten oder einander von ihrer zukünftigen Gestaltung überzeugen, wenn die richtige Antwort bereits feststeht?

    Diese Fragen und Gefahren sind uns heute gut vertraut. Arendts perspektivischer Pluralismus erweist sich als Gegenentwurf sowohl zu einem Relativismus, in dem sich Weltsichten mit »alternativen Fakten« berührungslos gegenüberstehen, als auch zu dem Anspruch, politische Debatten durch den Verweis auf unumstößliche Wahrheiten zu entscheiden. Zwischen beidem verteidigt Arendt die politische Bedeutung einer Welt, die weder beliebig erfunden noch endgültig festgelegt ist, sondern nur im Austausch unterschiedlicher Perspektiven sichtbar werden kann.

    Dem Vortrag folgte ein Workshop zur Diskussion von Loidolts Überlegungen, wie sich ausgehend von diesem Perspektivismus das Konzept eines gemeinsamen »Weltmachens« (worldbuilding) weiterdenken lässt. Im Mittelpunkt stand dabei Arendts charakteristische Unterscheidung von privatem und öffentlichem Raum. Einerseits erscheint der private Raum als Ort von Geborgenheit und Sicherheit. Von hier aus können Individuen mit ihrem Denken und Handeln öffentlich als Personen in Erscheinung treten. Andererseits ist auch diese Privatheit auf die Einbettung in einen funktionierenden öffentlichen Raum angewiesen, der sie rechtlich, politisch und institutionell absichert. Gerade diese wechselseitige Abhängigkeit erweist sich als zentral: Weltbildung lässt sich weder auf den Schutz und die Mehrung privaten Eigentums reduzieren noch in kollektiven Massenidentitäten auflösen.

    Einen ersten Impuls steuerte Danilo Gajic (HFPH) bei. Er fragte, inwiefern Arendt die Konstituierung von Räten als Institutionen der politischen Urteilskraft für eine ernstzunehmende Alternative zu Institutionen der repräsentativen Demokratie bewertet: In Räten treffen nicht nur unterschiedliche Meinungen aufeinander. Sichtbar wird auch der Prozess ihrer Entstehung. Ausgerechnet am symbolischen Ort der repräsentativen Demokratie treten diese Prozesse in den Hintergrund: In der Wahlkabine bleibt die eigene Meinung einsam, sie muss nicht erst aus der Verständigung mit anderen hervorgehen.

    Wie können wir die Welt verändern, wenn wir uns gemeinsam darüber verständigen, wie sie uns auf je unterschiedliche Weise erscheint? Mit dieser Frage knüpfte Krisha Kops (HFPH) an das Projekt einer geschichtsphilosophischen Typologie der transformativen, kritischen und politischen Phänomenologie an. Es differenziert und denkt Positionen zusammen: Wie verändert die Wahrnehmung der Welt bereits die Wahrnehmenden? Wie machen phänomenologische Beschreibungen historisch situierte Machtverhältnisse sichtbar, die unsere Erfahrung strukturieren? Wie setzen sich vor diesem Erlebnishorizont bestimmte Denk- und Handlungsweisen der politischen Weltgestaltung eher durch als andere?

    Abschließend sprach Crina Gschwandtner (Fordham University) über die Frage, wie Weltanschauungen und weltbildende Praktiken zusammenhängen. Aus phänomenologischer Perspektive lasse sich diese Beziehung nicht als einfache Abfolge von Überzeugungen und Handlungen verstehen. Die ökologische Krise verändere vielmehr die Weise, in der uns die Welt begegnet und erfahrbar wird: Wälder erscheinen nicht länger als selbstverständliche Orte der Erholung, sondern als bedrohte Lebensräume; Wettereignisse als Gefahren und Risiken; die Zukunft menschlichen Lebens als prekär. Die Weise, wie uns die Welt als bedroht erscheint, macht verständlich, weshalb die Überzeugung von ihrer Bedrohung nicht bloß eine Einsicht bleibt, sondern praktische Konsequenzen einfordert.

    Durch den Vortragsabend und den Workshop führten Prof. Dr. Barbara Schellhammer und Prof. Dr. Michael Reder.

  • 28.06.2026

    Be crazy about democracy! Ein Teamtag mit dem Democrazy Studio

    Demokratie braucht Ideen, Austausch und Menschen, die gemeinsam etwas gestalten wollen. Beim Teamtag von Democrazy Studio haben wir das ganz praktisch ausprobiert: In einem Risografie-Workshop entstanden aus ausgeschnittenen Formen, verschiedenen Farbschichten und gemeinsamen Experimenten kleine Druckkunstwerke. Eine schöne Gelegenheit, einander kennenzulernen und miteinander kreativ zu werden.

    Democrazy Studio bringt demokratische Haltung in den Alltag – durch Mode, Kunst und Diskussion. Im Democrazy Labor kommen Podcasts, Bildungsprojekte und Workshops hinzu. Die Idee dahinter: Demokratie soll Thema öffentlicher Debatten sein und zugleich im täglichen Leben sichtbar und erfahrbar werden.

    Ich unterstütze zukünftig das Team mit philosophischen Essays, Podcastbeiträgen und beim gemeinsamen Entwickeln neuer Ideen. Der Teamtag bot dafür einen besonderen Rahmen: miteinander ins Gespräch kommen, Neues ausprobieren und erleben, was aus unterschiedlichen Einfällen gemeinsam entstehen kann.

    Mehr über Democrazy Studio

  • 26.02.2026

    Aller Anfang ist … intuitiv? Dissertation eingereicht!

    In diesem Februar habe ich meine Dissertation an der Hochschule für Philosophie München eingereicht. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die weit über die Philosophie hinausreicht: Wie beginnen wir, vertraute Denkweisen infrage zu stellen und Möglichkeiten für Veränderung wahrzunehmen?

    Oft haben wir zunächst eine Ahnung, ein irritierendes Gefühl oder ein Bild davon, dass etwas anders sein könnte – bevor wir dafür klare Begriffe und gute Argumente finden. Welche Bedeutung haben solche intuitiven Momente für die Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse und für die Veränderung unseres eigenen Denkens und Handelns?

    Meine Arbeit verfolgt diese Frage von Descartes, Kant, Nietzsche und Bergson bis zu gegenwärtigen Debatten der Sozialphilosophie. Dabei zeigt sich: Intuitionen können Gewissheiten festigen, aber auch Selbstverständlichkeiten aufbrechen, neue Perspektiven eröffnen und uns für Veränderungen sensibilisieren. Sie wirken mitten im kritischen Denken und tragen dazu bei, dass es sich erneuern kann.

    Die Dissertation trägt den Titel Dem Denken die Gegensätze verweigern und Veränderungen im Leben wahrnehmen. Eine diskursanalytische Apologie zur Bedeutung von Intuitionen in sozial- und subjektkritischen Diskursen. Die Begutachtung und die mündliche Prüfung stehen noch aus.

  • 13.07.2025

    In Resonanzerfahrungen »spricht« uns laut Hartmut Rosa ein Moment der Unverfügbarkeit an, aber auf welche Weise(n) »hören« wir eigentlich zu?

    Ich hatte während eines Workshops des Doktorandenkollegs von Prof. Dr. Michael Reder an der Hochschule für Philosophie München am 27. Juni 2025 die Chance, mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ins Gespräch zu kommen. Meinen Denkanstoß, wie wir die oft aufregende und anziehende Unverfügbarkeit in Resonanzerfahrungen mit unserer Umwelt im epistemischen Modus der Ahnung wahrnehmen, findet ihr auf dem Blog des Promotionskollegs „Zeichen der Zeit lesen“.

    Hier geht’s zum Beitrag

  • 20.05.2025

    »… haben uns die Alten nur beschissen?«

    Bei den DEFA-Filmtagen in Merseburg hatte ich die Gelegenheit, ausführlich mit dem Regisseur Michael Kann über seinen Film Stielke, Heinz, fünfzehn… zu sprechen. Meinen Nachtrag zur Bedeutung des Films insbesondere für unsere Gegenwart findet ihr auf dem Blog des Promotionskollegs „Zeichen der Zeit lesen“

    (c) DEFA-Stiftung / Foto: Waltraut Pathenheimer
  • 23.06.2024

    Unsere grotesken Verordnungsregime?

    Viele erinnern in diesem Jahr an Kafka. Zurecht. Die EU und Deutschland rufen pünktlich zum Wahlmarathon nach Bürokratieabbau. Zurecht. Wir fordern den Abbau von Verordnungen und den Ausbau digitaler Verwaltungen. Zurecht. Nur dem Umfang bürokratischer Macht auf unser Leben wird das womöglich kaum gerecht.

    Hier geht’s zu meinem Kommentar zu Kafkas intuitiver Bekanntschaft mit bürokratischer Macht

  • 22.05.2024

    Zeichen setzen: Mein Europa

    Unser Forschungskolleg ruft mit kurzen Kommentaren und längeren Beiträgen auf zur demokratischen Wahl des EU-Parlaments am 9. Juni 2024. In meinem Essay frage ich danach, ob wir die Geschichte eines seine Werte lebenden Europas vergessen haben oder sie in letzter Zeit oft nur sehr schlecht erzählt bekommen.

    Hier geht’s zu den Beiträgen

  • 14.04.2024

    „… und wer wird die Welt verändern?“ Slatan Dudow. Annäherungen an einen politischen Regisseur

    Buch- und Filmpremiere in der Akademie der Künste am 16. April 2024

    Nach fünf intensiven und herausfordernden Jahren feiert unser umfangreicher Sammelband über das Leben und Werk des bulgarisch-deutschen Regisseurs, Brecht-Kollegen und einem Pionier des sozialrealistischen Films, Slatan Dudow, seine Premiere. Zu diesem Anlass wird auch das aufwendig rekonstruierte Fragment „Christine“ (1963), der letzte unvollendete Gegenwartsfilm Dudows, erstmalig zu sehen sein.

    Zur Publikation geht’s hier entlang

    Slatan Dudow Inhalt und Leseprobe

    Zum Kurzbeitrag im Deutschlandfunk



Aktivitäten

2017 — 2026

Akademische Tätigkeiten in der Philosophie

Promotion an der Hochschule für Philosophie München (Begutachtung ausstehend)

Eingereichte Dissertation 02/26 mit dem Thema Dem Denken die Gegensätze verweigern und Veränderungen im Leben wahrnehmen. Eine diskursanalytische Apologie zur Bedeutung von Intuitionen in sozial- und subjektkritischen Diskursen.

Sozialphilosophischer Schwerpunkt: Wie können Menschen ins selbstwirksame und gemeinsame Handeln kommen? Wie können Intuitionen, kreative Imaginationen und anschauliche Narrationen einen niedrigschwelligen Aufbruch festgefahrener Denkgewohnheiten, Verhaltensmuster oder Ohnmachtsgefühle und somit neue Gestaltungsräume hervorbringen?

Erkenntnistheoretischer und philosophiegeschichtlicher Schwerpunkt: Diskursanalyse des Intuitions-Begriffs und seiner historischen Entwicklung als Letzteinsicht und schöpferischer Impuls von Antike bis Gegenwart. Welche Bedeutung haben Intuitionen für moderne Verfahren der Kritik, insbesondere für die Genealogie?

Zusammenfassung der Dissertation (PDF)

Promotionskolleg "Zeichen der Zeit lesen. Disruptionen - Transformationen - Evolutionen"

2022 - 2025: Integration des Dissertationsvorhabens (s. u.) im interdisziplinären Promotionskolleg der Kooperationspartnerschaft Katholischer Hochschulen in Bayern, gefördert mit einem Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung für Demokratie, Frieden und Entwicklung.

Promotionsvorbereitendes Studium

2018 – 2021 an der Hochschule für Philosophie in München mit Schwerpunkten zur Philosophie H. Arendts, dem Solidaritätsbegriff, der Wissenschaftskritik G. Canguilhems und aktuellen Problemen der Sozial– und politischen Philosophie: Zur Vorbereitung einer Dissertation über die Rolle von Intuitionen in gegenwartskritischen Diskursen und ethopoietischen Prozessen (bei Prof. Dr. M. Reder).

Lehre

  • 2025, 2026, 2027: Vorlesung zur Einführung in die Geschichte der Philosophie an der KSH München/Benediktbeuern
  • 2017 – 2021: Gastvorträge und Workshops an der TU Berlin, University of New Mexico und Universität Vechta u. a. zu den Themen Macht, Biopolitik und Transhumanismus (Wechselwirkung Mensch, Umwelt, Technologie und Kultur)
  • 2017: Seminar Subjekt, Macht und Wissen - Grundbegriffe im Denken Michel Foucaults an der TU Berlin

Meine Lehre, Workshops und Vorträge gestalte ich nie frontal, sondern als Dialogräume, in denen die Erfahrungen der Teilnehmenden zum Ausgangspunkt gemeinsamen Lernens werden. Dabei entwickle ich Formate, die die zunehmende Arbeitslast bereits berufstätiger Studierender und die Anbindung der Lehrinhalte an ihre konkreten Tätigkeiten berücksichtigen. Hierzu gehören die Vermittlung von diskursethischen Grundprinzipien, mit denen Menschen im öffentlichen Diskurs ihre Meinung begründen, fair vertreten und im Dialog weiterentwickeln können, sowie das Einüben von Fähigkeiten, um unsichtbar wirkende Machtstrukturen auch im Alltag zu erkennen.
 

Publikationen (aktuelle Auswahl)

Berufliche Tätigkeiten zur Aufarbeitung des deutschen Filmerbes

Leitung des interdisziplinären Forschungs- und Publikationsprojekts zu Slatan Dudow
2019 - 2024:

... und wer wird die Welt verändern? Slatan Dudow. Annäherungen an einen politischen Regisseur (mit N. Rittmeyer und R. Schenk, Berlin: Bertz+Fischer, 2024), darin u. a.: "Arbeiten und nicht verzweifeln. Slatan Dudow im französischen Exil (1934-1940)" sowie "Vom Pionier des proletarischen Films zum Begründer der sozialistischen Filmkunst. Slatan Dudow in den Jahren 1946 bis 1963".
(Nominiert für den Willy-Haas-Preis 2024).

Wissenschaftlicher Referent der DEFA-Stiftung,

die sich in Berlin für den Erhalt des ostdeutschen Kinofilmerbes gemeinnützig engagiert und einen wichtigen Teil der nationalen Kultur und deutschen Geschichte aufarbeitet.
Jan 2021 – Jan 2022:

  • Inhaltliche und organisatorische Betreuung der Schriftenreihe zu diversen Themen und Persönlichkeiten der Filmkunst,
  • Herausgeber & Co-Autor eines Sammelbandes über Leben und Werk des Regisseurs S. Dudow (mit R. Schenk, vsl. 2022, in Koop. mit der Akademie der Künste),
  • Bild– und Textredaktion des filmhistor. Journals Leuchtkraft,
  • Vorträge auf Konferenzen (u. a. Cinefest 2021), Planung von Tagungen, Beratung bei Recherchen und dem medienpädagogischen Einsatz von historischen Filmen.

Selbstständige Tätigkeit als Autor, Redakteur und Moderator
2017 – 2020:

Ehrenamtliches Engagement (seit 2025)

  • Essays zur politischen Bildung und Demokratievermittlung, Podcastbeiträge sowie Mitarbeit an der Ideen- und Weiterentwicklung des Democrazy Studios,
  • Mitwirkung bei Spendenveranstaltungen, Text– und Bildredaktion von Vereinsberichten, Gestaltung von Plakaten und Tafeln für den First Aid Amchi Center e. V., der im Himalaya ein Versorgungs– und Bildungszentrum fördert.



2013 – 2017

Studium an der Technischen Universität Berlin (M. A.)

Studiengang: Philosophie des Wissens und der Wissenschaften mit den Schwerpunkten Philosophie der Biologie, Prozessphilosophie, Wissenschaftsphilosophie & -Geschichte, Gesellschaftskritik sowie Erkenntnis- & Subjekttheorie (Abschluss mit 1,0). Zusätzlich:

2009 – 2013

Studium an der Technischen Universität Berlin (B. A.)

Studiengang: Kultur & Technik mit dem Kernfach Philosophie und interdisziplinären Perspektiven / Seminaren in interkultureller Kommunikation, Literaturwissenschaft, Kunst-, Wissenschafts- und Technikgeschichte (Abschluss mit 1,1). Zusätzlich:

2008 – 2016

Konstante Tätigkeiten für die DEFA-Stiftung zur Aufarbeitung des deutschen Filmerbes

zunächst geringfügig beschäftigt, dann als studentische Hilfskraft in den Bereichen:

Jul – Aug 2008

Sechswöchiges Projekt für die Gemeindeverwaltung Blankenfelde-Mahlow

betr. Redaktion und Gestaltung einer Broschüre zum Leitbild der Gemeinde.

2007 — 2008

Freiwilliges soziales Jahr in der Kultur (LKJ) bei der DEFA-Stiftung

in Berlin-Mitte, die sich für die Aufarbeitung des DEFA-Filmerbes als Teil der nationalen Kultur und die Förderung junger Filmemacher einsetzt.

Jul – Aug 2007 / Sep – Aug 2008

Viermonatige Aushilfstätigkeit beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RBB

in Potsdam-Babelsberg im Bereich Filmtechnik & Studiodreharbeiten.

2007

Allgemeine Hochschulreife am Kopernikus-Gymnasium Blankenfelde-Mahlow

mit den Leistungskursfächern Mathematik und Physik, sowie sehr guten Englischkenntnissen und der Zweitfremdsprache Französisch (Abitur-Note: 1,7).


Texte


  • 13.07.2025

    In Resonanzerfahrungen »spricht« uns laut Hartmut Rosa ein Moment der Unverfügbarkeit an, aber auf welche Weise(n) »hören« wir eigentlich zu?

    Ich hatte während eines Workshops des Doktorandenkollegs von Prof. Dr. Michael Reder an der Hochschule für Philosophie München am 27. Juni 2025 die Chance, mit dem Soziologen Prof. Dr. Hartmut Rosa von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ins Gespräch zu kommen. Meinen Denkanstoß, wie wir die oft aufregende und anziehende Unverfügbarkeit in Resonanzerfahrungen mit unserer Umwelt im epistemischen Modus der Ahnung wahrnehmen, findet ihr auf dem Blog des Promotionskollegs „Zeichen der Zeit lesen“.

    Hier geht’s zum Beitrag

  • 20.05.2025

    »… haben uns die Alten nur beschissen?«

    Bei den DEFA-Filmtagen in Merseburg hatte ich die Gelegenheit, ausführlich mit dem Regisseur Michael Kann über seinen Film Stielke, Heinz, fünfzehn… zu sprechen. Meinen Nachtrag zur Bedeutung des Films insbesondere für unsere Gegenwart findet ihr auf dem Blog des Promotionskollegs „Zeichen der Zeit lesen“

    (c) DEFA-Stiftung / Foto: Waltraut Pathenheimer
  • 23.06.2024

    Unsere grotesken Verordnungsregime?

    Viele erinnern in diesem Jahr an Kafka. Zurecht. Die EU und Deutschland rufen pünktlich zum Wahlmarathon nach Bürokratieabbau. Zurecht. Wir fordern den Abbau von Verordnungen und den Ausbau digitaler Verwaltungen. Zurecht. Nur dem Umfang bürokratischer Macht auf unser Leben wird das womöglich kaum gerecht.

    Hier geht’s zu meinem Kommentar zu Kafkas intuitiver Bekanntschaft mit bürokratischer Macht

  • 22.05.2024

    Zeichen setzen: Mein Europa

    Unser Forschungskolleg ruft mit kurzen Kommentaren und längeren Beiträgen auf zur demokratischen Wahl des EU-Parlaments am 9. Juni 2024. In meinem Essay frage ich danach, ob wir die Geschichte eines seine Werte lebenden Europas vergessen haben oder sie in letzter Zeit oft nur sehr schlecht erzählt bekommen.

    Hier geht’s zu den Beiträgen

  • 14.04.2024

    „… und wer wird die Welt verändern?“ Slatan Dudow. Annäherungen an einen politischen Regisseur

    Buch- und Filmpremiere in der Akademie der Künste am 16. April 2024

    Nach fünf intensiven und herausfordernden Jahren feiert unser umfangreicher Sammelband über das Leben und Werk des bulgarisch-deutschen Regisseurs, Brecht-Kollegen und einem Pionier des sozialrealistischen Films, Slatan Dudow, seine Premiere. Zu diesem Anlass wird auch das aufwendig rekonstruierte Fragment „Christine“ (1963), der letzte unvollendete Gegenwartsfilm Dudows, erstmalig zu sehen sein.

    Zur Publikation geht’s hier entlang

    Slatan Dudow Inhalt und Leseprobe

    Zum Kurzbeitrag im Deutschlandfunk

  • 13.04.2024

    Zeichen lesen, Zeichen setzen …

    Gedanken unseres Forschungskollegs zum Gendersprachverbot

    Als engagierte Wissenschaftler:innen eines bayerischen Promotionskollegs möchten wir die „Zeichen der Zeit“ nicht nur lesen, sondern auch klare Zeichen setzen: Gegen die Diskriminierung und Marginalisierung von Minderheiten und für eine gleichberechtigte, inklusive und tolerante Gesellschaft. Diesen Anspruch verfolgen auch jene, die mehrgeschlechtliche Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen verwenden. An diesen Zeichen scheiden sich derzeit allerdings die Geister, sie entfachen Debatten, erhitzen die Gemüter und verhärten die Fronten. Dabei wollen sie doch eigentlich das Gegenteil bewirken: Verbindungen stiften, Sichtbarkeit schaffen, Verletzung reduzieren. Gendersensible Doppelpunkte, Unterstriche und Sternchen provozieren ein Innehalten im Sprechen und eröffnen Räume für die Reflexion eingefahrener Denkgewohnheiten. Einige empfinden das als unschön, unbequem und unnötig. Für andere ist dieser bewusste Wandel der Sprache unerlässlich, um den Herausforderungen und Chancen unserer liberalen und demokratischen Gesellschaft gerecht zu werden. In Anerkennung der vielseitigen Positionen dieser längst nicht abgeschlossenen Debatte fragen wir uns in Form persönlicher Meinungen, wie sich das in Bayern beschlossene Gendersprachverbot dazu verhält.

    Hier geht’s zu den einzelnen Beiträgen im Blog unseres Kollegs

  • 31.07.2022

    Autorität und ihr intuitiver Widerstand

    Ein biophiler Essay über das Lachen

    Mit meinem Beitrag im Band „Die Wiederkehr des autoritären Charakters“ stelle ich die Frage, wie man autoritären Auftritten intuitiv begegnet und worin die Bedeutung des Lachens im politischen Denken liegt.

    Vor dem Hintergrund der Gedanken von Hannah Arendt, Michel Foucault und Henri Bergson möchte ich zeigen, dass das begriffliche Dreieck Autorität-Widerstand-Intuition ein guter Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit jenem Lachen ist, das wichtige Impulse zum Aufbrechen geronnener und starr gewordene (Miss-)Verhältnisse und Macht-Mechanismen setzen und damit unser Handeln und Denken auf lebendige, leib- und erlebensnahe Weise wieder in Bewegung bringen kann.

    Der Sammelband von Manuel Clemens, Thorben Päthe und Marc Petersdorff (Springer 2022) widmet sich dem Neuerstarken des autoritären Charakters und der subalternen Persönlichkeitsstruktur und bringt Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven aus Deutschland und den USA zusammen.

    Hier geht’s zum Buch und zu Informationen über seine anderen spannenden Beiträge

  • 29.12.2021

    Solidarische Funken!

    Das Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive (Nr. 5) widmet sich dieses Mal dem unserer Tage so wesentlichen Begriff der „Solidarität“.

    Mein Beitrag „Solidarische Funken: Verschieden sein, gemeinsam handeln. Über den Wert postliberaler Solidarität für einen Pluralismus der Lebensweisen“ ist ein Diskussionsangebot zur Frage, welche Merkmale ein Solidaritätsbegriff für pluralistische Gemeinschaften aufweisen soll. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Gedanken zu einer transnationalen Solidarität (Carol C. Gould) und einer politischen Solidarität (Sally J. Scholz) erfolgt ein Blick auf postliberale Anfangsstunden moderner Solidaritätsbegriffe und damit auf ein wertvolles Ensemble von Ideen, deren kritische Aktualisierung sich heute noch lohnen kann. Die Frage lautet, inwiefern sich in den Arbeiten von Auguste Comte, Émile Durkheim, Alfred Fouillée und Charles Gide Spuren einer pluralitätsfördernden Solidaritätsauffassung finden lassen und warum diese Überlegungen heute nicht in jeder Hinsicht vorbehaltlos übernommen werden können.

    Hier geht’s zum Buch

  • 23.12.2021

    Leuchtkraft 2021 – Das Journal der DEFA-Stiftung

    „Vorsicht Kunst! – Zur Bedeutung des ostdeutschen Filmerbes“

    Unter diesem Motto steht die diesjährige Ausgabe des Journals, denn 2021 feierte der DEFA-Film seinen 75. Geburtstag.

    Als Redakteur danke ich allen Autorinnen und Autoren für eine intensive und spannende Zusammenarbeit.

    Einige Themen, die mich in diesem Jahr am meisten bewegt haben: Wie ging es in den letzten Jahren im DEFA-Studio für Dokumentarfilme zu und wie entstand einer meiner Lieblingsfilme, flüstern & SCHREIEN, über die Rockszene und das ihr entsprechende Lebensgefühl in der Vorwende-DDR? Auf welche Weise fördert man den filmpädagogischen Einsatz von DEFA-Filmen, wie diskutiert man sie im Unterricht? Wie konnte mit Orpheus in der Unterwelt in der DDR eine opulente und mit sozialkritischen Untertönen geschmückte Operetten-Verfilmung auf 70mm entstehen? Inwieweit verweisen die dramaturgisch und ästhetisch inszenierten Nebenrollen alter Frauen im DEFA-Gegenwartsfilm auf reale Stereotype und Erwartungshaltungen der sozialistischen Gesellschaft?

    Hier geht’s zum kostenfreien Download des Journals auf der Website der DEFA-Stiftung

  • 12.07.2021

    Foucaults Macht-Begriff, ein sozialkritisches Analysetool?

    Online-Workshop an der Universität Vechta, am 19. Juli 2021, 11:00-16:00 Uhr

    »Nicht weil sie alles umfasst, sondern weil sie von überall kommt, ist die Macht überall. […] Die Macht ist der Name, den man einer komplexen strategischen Situation in einer Gesellschaft gibt. […] Die Macht ist nicht etwas, was man erwirbt, wegnimmt, teilt, was man bewahrt oder verliert; die Macht ist etwas, was sich von unzähligen Punkten aus und im Spiel ungleicher und beweglicher Beziehungen vollzieht.«

    Michel Foucault: Der Wille zum Wissen

    Michel Foucaults Macht-Begriff gehört heute zu den wichtigen Begriffen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Innerhalb seines Werkes nimmt die »Macht« als »Brennpunkt der menschlichen Erfahrung« neben dem »Wissen« und den »Selbstverhältnissen« einen zentralen Platz ein. Die Macht ist dabei einerseits ein jeweils historisch konkreter Analysegegenstand und wird hinsichtlich ihrer repressiven und produktiven Ausübung, Effekte und gesellschaftlichen Formationen untersucht (z. B. Disziplin und Biopolitik). Andererseits ist die Macht ein methodisches Werkzeug zur Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse und wird von Foucault auf entsprechend allgemeine Weise charakterisiert. Auf der Grundlage des Essays »Subjekt und Macht« und eines Auszugs aus Der Wille zum Wissen möchten wir im Workshop diese allgemeine Charakterisierung der Macht als Werkzeug für kulturwissenschaftliche und sozialkritische Diskurse erarbeiten und uns ebenfalls die Frage stellen, inwieweit diese dynamische, relationale und praxeologische Konzeption überzeugend ist. Der Workshop kann ohne Grundkenntnisse besucht werden und richtet sich an Studierende, die sich mit dem Denken Foucaults vertraut machen möchten. Voraussetzung ist die aufmerksame Lektüre des vierten Kapitels von Der Wille zum Wissen (Kap. IV) und des Aufsatzes »Subjekt und Macht«.

    Hier geht’s zum Einführungstext des Workshops

  • 13.05.2021

    Der rebellische Realismus des Slatan Dudow

    Einen kleinen Vorgeschmack auf unser Forschungsprojekt gibt’s jetzt beim Jacobin.

    Slatan Dudow war einer der bedeutendsten Filmemacher der DDR. Mit seinen Filmen wollte er die Welt nicht unterhalten, sondern sie verändern. Heute ist der bulgarisch-ostdeutsche Regisseur weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie ich finde.

  • 19.12.2020

    Leuchtkraft 2020 – Das Journal der DEFA-Stiftung

    Die dritte Ausgabe des DEFA-Journals LEUCHTKRAFT ist erschienen und steht auf der Website der DEFA-Stiftung kostenfrei als pdf-Datei zur Verfügung. Das Heft enthält Beiträge zur DEFA-Geschichte und Arbeit der DEFA-Stiftung. 

    So reflektiert Evelyn Hampicke in einem Essay die „DEFA-Lederjacke im Wandel der Zeiten“, Thomas Kuschel schreibt über die vergessenen Kinderspielfilme aus dem DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Günter Jordan über die Geschichte der AFFAIRE BLUM. Die neue akademische Direktorin der DEFA Film Library, Mariana Ivanova, stellt sich und ihre Arbeit vor. Mehrere Beiträge widmen sich vor kurzem digitalisierten DEFA-Produktionen: Daniela Dahn blickt nach 30 Jahren auf den Film ZEITSCHLEIFEN – IM DIALOG MIT CHRISTA WOLF (Karlheinz Mund, 1990/91) zurück, Claus Löser betrachtet das Werk Petra Tschörtners und Ralf Schenk spürt der Entstehungsgeschichte von KLK AN PTX – DIE ROTE KAPELLE (Horst E. Brandt, 1970) nach. Jörg Foth blickt auf seine Assistenz bei Bernhard Wicki zurück. Akiko Hitomi und Evelyn Schmidt erinnern sich an ihre Arbeit für die japanisch-west-/ostdeutsche Filmproduktion DIE TÄNZERIN (Masahiro Shinoda, 1988/89).

  • 26.11.2020

    Unprecedented Evolution: Continuities and Discontinuities between Human and Animal Life and the Future of Humanity

    Prozessphilosophische Essays über die Kontinuität bzw. Diskontinuität menschlichen Lebens zu anderen Lebewesen und welche Bedeutung daraus für seine Zukunft folgt…

    Ab sofort ist mein neues Buch erhältlich, das ich gemeinsam mit Spyridon Koutroufinis herausgebe.

    Den Menschen nicht in seinem Sein, sondern seinem Werden zu erfassen, bedeutet, sein Wesen bzw. das ihm Wesentliche als Entwicklung und Prozess zu verstehen.

    Im Sammelband kommen Autorinnen und Autoren aus verschiedenen prozess- und biophilosophischen, anthropologischen und kulturwissenschaftlichen Diskursen zusammen, um über die Frage zu diskutieren, was den Menschen zum Menschen macht, wenn man von seinem prozessualen Wesen ausgeht und von seinen intuitiven, d. h. kreativen und lebensnahen, aber ebenfalls von den intellektuellen, d. h. symbolischen und technologischen Aktivitäten, mit denen er seine Beziehungen zur Umwelt, anderen Lebewesen und sich selbst gestaltet.

    Hier geht’s zum Buch

    … und hier zu einer Leseprobe

  • 14.05.2020

    Pluralität im Dialog: Wie sehr fehlt uns heute ein nervender Sokrates?

    Es geht in meinem kurzen Kommentar um die Skizze zu einer Idee, den von Hannah Arendt im Sokrates verteidigten Begriff der Pluralität als einen Perspektivismus zu verstehen, der sowohl das politisch-philosophische Denken als auch den politischen Handlungsraum umfassen soll. Ausgangspunkt ist Arendts Intuition, dass die Sokratische Dialektik einen pluralistischen Modus eines dem politischen Handeln nahen Philosophierens darstellt.

    Hier geht’s zum Text.

  • 20.12.2019

    Leuchtkraft 2019 – Das Journal der DEFA-Stiftung

    Die zweite Ausgabe des DEFA-Journals LEUCHTKRAFT ist erschienen und steht auf der Website der DEFA-Stiftung kostenfrei als pdf-Datei zur Verfügung. Darin wirft Klaus-Dieter Felsmann neue Perspektiven auf den DEFA-Kinderfilm und Eduard Schreiber berichtet über den entscheidenden Augenblick seiner Filme. Mit Wolfgang May und Harry Mehner spreche ich über den vergessenen Berliner Filmstandort Johannisthal, der im kommenden Jahr seinen 100. Geburtstag feiert. Die Schnittmeisterin Ingeborg Marszalek erzählt mir von der aktuellen Rekonstruktion des vor der Fertigstellung verbotenen Spielfilms FRÄULEIN SCHMETTERLING (Kurt Barthel, 1965/1966). Ralf Schenk setzt sich mit den filmischen „Überläufern“ von der Ufa zur DEFA auseinander und Regisseur Thomas Kuschel reflektiert über das 16-mm-Projekt von  Karl Gass. Mit einem Interview von Hiltrud Schulz würdigen wir Professor Barton Byg für seine langjährige Aufarbeitung des DEFA-Filmerbes in den USA.

    Vieles mehr zur Geschichte der DEFA, auch welche Filme und Publikationen es im Jahr 2020 geben wird, gibt es zu entdecken.

  • 20.12.2018

    Leuchtkraft – Das Journal der DEFA-Stiftung

    Als Redakteur freue ich mich über die druckfrische, erste Ausgabe des neuen Journals der DEFA-Stiftung, für das ich bedeutende AutorInnen gewinnen konnte. Komponist Peter Rabenalt spricht über seine Zeit an der Babelsberger Filmhochschule; Filmhistoriker Detlef Kannapin stellt die digital neubearbeiteten Filme von Konrad Wolf vor. Regisseur Walter Beck erinnert sich an seinen Märchenklassiker DORNRÖSCHEN (1970). Ich selbst durfte Barbara Barlet zu ihrer spannenden Entdeckung der DEFA-Filme mit dem französischen Pantomimen Marcel Marceau interviewen, ebenso Melanie Hauth, die einige Einblicke in den Prozess der Digitalisierung historischen Filmmaterials gibt. Die Probleme der Digitalisierung kommentiert Trickfilmregisseur Lutz Dammbeck aus eigener Erfahrung.

    Hier geht’s zum kostenlosen PDF des Journals

  • 06.06.2018

    Skurril? Sartre, die DDR und DIE HEXEN VON SALEM

    Die digitale Neubearbeitung der ostdeutsch-französischen Koproduktion DIE HEXEN VON SALEM ist noch bis zum 10.6.2018 in der ARTE-Mediathek zu sehen

    Der 1957 unter der Regie von Raymond Rouleau realisierte Film entstand nach dem Drehbuch von Jean-Paul Sartre. Die DEFA-Stiftung konnte zusammen mit ihren Partnern sowohl die französische Fassung, wie auch die um eine halbe Stunde aus kulturpolitischen Gründen gekürzte und damit zensierte Fassung digitalisieren, die damals in den Kinos der DDR anlaufen durfte. Die nun veröffentlichte DVD-Edition mit beiden Fassungen ermöglicht Cineasten und Filmwissenschaftlern einen Einblick in die recht ambivalente Beziehung der beiden Koproduktionspartner und die rigorosen kulturpolitischen Bedenken der SED-Führung in den 1950er-Jahren.

    Mein Kommentar zur DVD-Edition (Booklet-Text)

    Hier geht’s zum Film in der ARTE-Mediathek


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