Die dritte Ausgabe des DEFA-Journals LEUCHTKRAFT ist erschienen und steht auf der Website der DEFA-Stiftung kostenfrei als pdf-Datei zur Verfügung.

Das Heft enthält Beiträge zur DEFA-Geschichte und Arbeit der DEFA-Stiftung. So reflektiert Evelyn Hampicke in einem Essay die „DEFA-Lederjacke im Wandel der Zeiten“, Thomas Kuschel schreibt über die vergessenen Kinderspielfilme aus dem DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Günter Jordan über die Geschichte der AFFAIRE BLUM. Die neue akademische Direktorin der DEFA Film Library, Mariana Ivanova, stellt sich und ihre Arbeit vor. Mehrere Beiträge widmen sich vor kurzem digitalisierten DEFA-Produktionen: Daniela Dahn blickt nach 30 Jahren auf den Film ZEITSCHLEIFEN – IM DIALOG MIT CHRISTA WOLF (Karlheinz Mund, 1990/91) zurück, Claus Löser betrachtet das Werk Petra Tschörtners und Ralf Schenk spürt der Entstehungsgeschichte von KLK AN PTX – DIE ROTE KAPELLE (Horst E. Brandt, 1970) nach. Einblicke in die DEFA-Geschichte gewähren auch Christa Müller und Günter Agde mit ihren Beiträgen über Slatan Dudow und seinem Werk. Jeanpaul Goergen widmet sich den DEFA-Zeitkinos in Berlin und Leipzig in den 1950er-Jahren. Jörg Foth blickt auf seine Assistenz bei Bernhard Wicki zurück. Akiko Hitomi und Evelyn Schmidt erinnern sich an ihre Arbeit für die japanisch-west-/ostdeutsche Filmproduktion DIE TÄNZERIN (Masahiro Shinoda, 1988/89). Klaus-Dieter Felsmann reflektiert sein Interesse an den DEFA-Gegenwartsfilmen, das zur Veröffentlichung des Buchs  „Inszenierte Realität“ in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung führte. Ein transkribiertes Interview zwischen Paul Werner Wagner und DEFA-Regisseur Herbert Ballmann (1924–2009) bietet einen Vorgeschmack auf zwei Interview-Bände mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Gesprächen mit DEFA-Filmschaffenden, die Paul Werner Wagner (Quintus-Verlag) und Knut Elstermann (be.bra-Verlag) in den vergangenen Jahren führten. Beide Publikationen sollen 2021 als Teil der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung erscheinen.