Akademische Tätigkeiten in der Philosophie
Promotion an der Hochschule für Philosophie München (Begutachtung ausstehend)
Eingereichte Dissertation 02/26 mit dem Thema Dem Denken die Gegensätze verweigern und Veränderungen im Leben wahrnehmen. Eine diskursanalytische Apologie zur Bedeutung von Intuitionen in sozial- und subjektkritischen Diskursen.
Sozialphilosophischer Schwerpunkt: Wie können Menschen ins selbstwirksame und gemeinsame Handeln kommen? Wie können Intuitionen, kreative Imaginationen und anschauliche Narrationen einen niedrigschwelligen Aufbruch festgefahrener Denkgewohnheiten, Verhaltensmuster oder Ohnmachtsgefühle und somit neue Gestaltungsräume hervorbringen?
Erkenntnistheoretischer und philosophiegeschichtlicher Schwerpunkt: Diskursanalyse des Intuitions-Begriffs und seiner historischen Entwicklung als Letzteinsicht und schöpferischer Impuls von Antike bis Gegenwart. Welche Bedeutung haben Intuitionen für moderne Verfahren der Kritik, insbesondere für die Genealogie?
Zusammenfassung der Dissertation (PDF)
Promotionskolleg „Zeichen der Zeit lesen. Disruptionen – Transformationen – Evolutionen„
2022 – 2025: Integration des Dissertationsvorhabens (s. u.) im interdisziplinären Promotionskolleg der Kooperationspartnerschaft Katholischer Hochschulen in Bayern, gefördert mit einem Stipendium der Hanns-Seidel-Stiftung für Demokratie, Frieden und Entwicklung.
Promotionsvorbereitendes Studium
2018 – 2021 an der Hochschule für Philosophie in München mit Schwerpunkten zur Philosophie H. Arendts, dem Solidaritätsbegriff, der Wissenschaftskritik G. Canguilhems und aktuellen Problemen der Sozial– und politischen Philosophie: Zur Vorbereitung einer Dissertation über die Rolle von Intuitionen in gegenwartskritischen Diskursen und ethopoietischen Prozessen (bei Prof. Dr. M. Reder).
Lehre
- 2025, 2026, 2027: Vorlesung zur Einführung in die Geschichte der Philosophie an der KSH München/Benediktbeuern
- 2017 – 2021: Gastvorträge und Workshops an der TU Berlin, University of New Mexico und Universität Vechta u. a. zu den Themen Macht, Biopolitik und Transhumanismus (Wechselwirkung Mensch, Umwelt, Technologie und Kultur)
- 2017: Seminar Subjekt, Macht und Wissen – Grundbegriffe im Denken Michel Foucaults an der TU Berlin
Meine Lehre, Workshops und Vorträge gestalte ich nie frontal, sondern als Dialogräume, in denen die Erfahrungen der Teilnehmenden zum Ausgangspunkt gemeinsamen Lernens werden. Dabei entwickle ich Formate, die die zunehmende Arbeitslast bereits berufstätiger Studierender und die Anbindung der Lehrinhalte an ihre konkreten Tätigkeiten berücksichtigen. Hierzu gehören die Vermittlung von diskursethischen Grundprinzipien, mit denen Menschen im öffentlichen Diskurs ihre Meinung begründen, fair vertreten und im Dialog weiterentwickeln können, sowie das Einüben von Fähigkeiten, um unsichtbar wirkende Machtstrukturen auch im Alltag zu erkennen.
Publikationen (aktuelle Auswahl)
- … und wer wird die Welt verändern? Slatan Dudow. Annäherungen an einen politischen Regisseur (mit N. Rittmeyer und R. Schenk, Berlin: Bertz+Fischer, 2024)
- „Autorität und ihr intuitiver Widerstand. Ein biophiler Essay über das Lachen“. In: Wiederkehr des autoritären Charakters. Transatlantische Perspektiven (Wiesbaden: Springer-Verlag, 2022),
- „Verschieden sein, gemeinsam handeln. Über den Wert postliberaler Solidarität für einen Pluralismus der Lebensweisen“. In: Jahrbuch Praktische Philosophie in globaler Perspektive, Nr. 5 (München: Verlag Karl Alber, 2021),
- Unprecedented Evolution. Human Continuities and Discontinuities with Animal Life (mit S. Koutroufinis, Anoka: Process Century Press, 2020), darin u. a.: „Are we human or are we dancer? – Towards a Dynamic Idea of the Human Condition in the Light of Life and Power“.